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Glossar

Begriffe rund um Hochbeet, Aussaat, Mischkultur und Gemüsegarten kurz erklärt.

Mischkultur
Verschiedene Gemüse wachsen in einem Beet nebeneinander statt in getrennten Reihen einer Sorte. Pflanzen mit unterschiedlichem Nährstoffbedarf und Wurzelraum nutzen den Boden besser, manche halten sich gegenseitig Schädlinge fern. Viele Paarungen sind Erfahrungswerte aus der Gartenpraxis. Gute und schlechte Nachbarn zeigt die Mischkultur-Tabelle.
Fruchtfolge
Der Wechsel der Gemüse auf einem Beet von Jahr zu Jahr. Auf Starkzehrer folgen Mittelzehrer, dann Schwachzehrer. Pflanzen derselben Familie, etwa Tomaten und Kartoffeln, stehen erst nach einigen Jahren wieder an derselben Stelle. So laugt der Boden nicht aus, und Krankheiten reichern sich nicht an.
Starkzehrer
Gemüse mit hohem Nährstoffbedarf, etwa Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Kohl und Kartoffeln. Sie wachsen gut in frisch befüllten Hochbeeten und auf Beeten mit viel Kompost. Wie du ein Hochbeet befüllst, zeigt der Hochbeet-Befüllrechner.
Mittelzehrer
Gemüse mit mittlerem Nährstoffbedarf, etwa Möhren, Rote Bete, Kohlrabi, Fenchel und Mangold. Sie folgen in der Fruchtfolge auf die Starkzehrer, im Hochbeet meist im zweiten Jahr.
Schwachzehrer
Gemüse mit geringem Nährstoffbedarf, etwa Erbsen, Bohnen, Radieschen, Feldsalat und viele Kräuter. Erbsen und Bohnen binden mit ihren Wurzelknöllchen sogar Stickstoff aus der Luft und verbessern den Boden für die nächste Kultur.
Pikieren
Das Vereinzeln von Sämlingen. Haben die Keimlinge nach den Keimblättern die ersten echten Blätter gebildet, setzt du sie einzeln in kleine Töpfe. So bekommen sie mehr Platz und bilden kräftigere Wurzeln. Schritt für Schritt erklärt es der Ratgeber Pikieren.
Ausgeizen
Das Entfernen der Seitentriebe in den Blattachseln von Stabtomaten. Die Pflanze steckt ihre Kraft dann in weniger, größere Früchte, und die Blätter trocknen schneller ab. Schritt für Schritt erklärt im Ratgeber Tomaten ausgeizen.
Mulchen
Das Abdecken des Bodens mit organischem Material wie Rasenschnitt, Stroh oder gehäckselten Blättern. Mulch hält den Boden feucht, unterdrückt Unkraut und schützt vor Erosion. Am Beetrand bietet dicker Mulch allerdings Schnecken Verstecke. Welches Material wann passt, steht im Ratgeber Mulchen.
Gründüngung
Pflanzen wie Phacelia, Senf oder Klee, die du auf freien Beeten säst, um den Boden zu verbessern. Ihre Wurzeln lockern die Erde, und eingearbeitet liefern sie Humus. Gründüngung schließt Lücken zwischen zwei Kulturen, oft im Spätsommer und Herbst.
Abhärten
Das schrittweise Gewöhnen vorgezogener Jungpflanzen an Sonne, Wind und kühlere Temperaturen. Eine Woche vor dem Auspflanzen stellst du sie tagsüber nach draußen, zuerst in den Schatten. Mehr dazu im Ratgeber Tomaten pflanzen.
Lichtkeimer
Samen, die Licht zum Keimen brauchen, etwa Salat. Sie werden nur angedrückt und nicht mit Erde bedeckt. Dunkelkeimer wie Tomaten bedeckst du dagegen dünn mit Erde. Die Samentüte nennt, zu welcher Gruppe eine Sorte gehört.
Vorkeimen
Saatkartoffeln liegen einige Wochen vor dem Legen hell und kühl, bis kurze, kräftige Keime wachsen. Vorgekeimte Kartoffeln wachsen schneller an und sind früher erntereif. Wie du sie im Turm anbaust, steht im Ratgeber Kartoffelturm.
Eisheilige
Die Gedenktage vom 11. bis 15. Mai. Nach alter Gärtnerregel ist danach nicht mehr mit Frost zu rechnen. Frostempfindliche Pflanzen wie Tomaten, Gurken, Zucchini und Bohnen kommen deshalb erst nach den Eisheiligen ins Freie.
Kraut- und Braunfäule
Eine Pilzkrankheit an Tomaten und Kartoffeln. Sie breitet sich auf nassen Blättern aus und lässt Blätter, Stängel und Früchte braun werden. Ein Regendach, Gießen nur an der Wurzel und Abstand zwischen Tomaten und Kartoffeln beugen vor. Passende Dächer zeigt der Vergleich der Tomatenhäuser.
Hohlkammerplatte
Eine Platte aus Polycarbonat mit Luftkammern zwischen zwei Schichten, wie sie in Gewächshäusern und Frühbeeten verbaut wird. Sie ist bruchsicher, leicht und dämmt besser als Einfachglas. Je dicker die Platte, desto besser hält sie die Wärme. Modelle zeigt der Vergleich der Gewächshäuser.
Hornspäne
Organischer Dünger aus zerkleinerten Hörnern und Hufen von Rindern. Er liefert fast nur Stickstoff, den das Bodenleben über mehrere Monate freisetzt. Feines Hornmehl wirkt schneller, grobe Späne langsamer. Menge und Zeitpunkt erklärt der Ratgeber Hornspäne.
Stickstoff
Der Nährstoff für Blätter und Triebe, auf Düngerpackungen mit N abgekürzt. Fehlt er, werden die unteren Blätter hellgrün bis gelb. Zu viel Stickstoff bringt weiches Laub, wenige Früchte und mehr Läuse. Organische Stickstoffdünger findest du im Vergleich der Dünger.
Kalium
Der Nährstoff für Früchte, Geschmack und Festigkeit, auf Düngerpackungen mit K abgekürzt. Tomaten, Paprika und Gurken brauchen ab der Blüte viel Kalium. Tomatendünger enthalten deshalb mehr Kalium als Stickstoff. Wann du düngst, steht im Ratgeber Tomaten düngen.
Langzeitdünger
Dünger, der seine Nährstoffe über Wochen oder Monate abgibt. Organische Langzeitdünger wie Hornspäne oder Schafwolle werden langsam vom Bodenleben zersetzt. Sie werden einmal eingearbeitet, statt regelmäßig ins Gießwasser zu kommen wie Flüssigdünger.
Tropfbewässerung
Ein System aus dünnen Schläuchen und Tropfern, das Wasser langsam direkt an die Wurzel jeder Pflanze bringt. Die Blätter bleiben trocken, und kaum Wasser verdunstet. Druckregulierende Tropfer geben am Anfang und Ende einer Leitung gleich viel ab. Systeme fürs Hochbeet zeigt der Vergleich der Bewässerung.
Frostwächter
Eine kleine Heizung, die einen Raum knapp über 0 °C hält. Im Gewächshaus ist das oft eine Stabheizung oder ein Heizlüfter mit Thermostat, das erst bei Frostgefahr einschaltet. Passende Geräte zeigt der Vergleich der Gewächshausheizungen.
Wühlmaus
Ein Nagetier, das in Gängen unter der Erde lebt und Wurzeln, Knollen und Zwiebeln frisst. Anders als der geschützte Maulwurf richtet sie im Gemüsegarten großen Schaden an. Ein Drahtgitter mit 6,3 mm Maschenweite am Boden des Hochbeets hält sie fern. Mehr im Ratgeber Wühlmäuse bekämpfen.
Keimblätter
Die ersten beiden Blätter, die ein Sämling bildet. Sie sehen bei vielen Pflanzen anders aus als die späteren Laubblätter. Sobald nach den Keimblättern das erste echte Laubblatt erscheint, ist der richtige Zeitpunkt zum Pikieren. Wie das geht, steht im Ratgeber Pikieren.