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Tomaten ausgeizen: welche Triebe weg müssen und wann

Tomaten ausgeizen Schritt für Schritt: Geiztriebe erkennen, richtig entfernen, welche Sorten du ausgeizt und wann du die Spitze kappst.

Tomatenpflanze mit roten und gelben Früchten an der Rispe
Foto: planet_fox / Pixabay

Aktualisiert am 1. November 2026 · von Adlan Khatsuev

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Beim Ausgeizen entfernst du die Seitentriebe, die in den Blattachseln zwischen Haupttrieb und Blatt wachsen. Brich sie einmal pro Woche mit den Fingern heraus, solange sie noch 3 bis 5 cm lang sind. So steckt die Pflanze ihre Kraft in weniger, dafür größere Früchte, und die Blätter trocknen schneller ab.

Geiztriebe erkennen

Ein Geiztrieb wächst genau in der Achsel zwischen Haupttrieb und Blattstiel, schräg nach oben. Blüten wachsen dagegen direkt am Haupttrieb, meist zwischen zwei Blättern. Schau genau hin, bevor du etwas abbrichst: Ein Blütenstand hat kleine Knospen, ein Geiztrieb hat Blätter.

Schritt für Schritt

  1. Trockenes Wetter abwarten: Geize am Vormittag eines trockenen Tages. Die kleine Wunde trocknet dann schnell.
  2. Trieb greifen: Fass den Geiztrieb zwischen Daumen und Zeigefinger.
  3. Seitlich wegbrechen: Kipp ihn zur Seite, bis er abbricht. Kleine Triebe lösen sich sauber.
  4. Große Triebe schneiden: Ist ein Trieb schon länger als 10 cm, schneidest du ihn mit einem sauberen, scharfen Messer ab, statt ihn abzureißen.
  5. Wöchentlich wiederholen: Geiztriebe wachsen ständig nach, auch an den Stellen, an denen du schon einmal ausgegeizt hast.

Welche Tomaten du ausgeizt

Sorte Ausgeizen Erziehung
Stabtomaten, Fleischtomaten ja, regelmäßig an einem Trieb am Stab
Kirschtomaten teilweise an zwei bis drei Trieben
Buschtomaten, Balkontomaten nein buschig, ggf. stützen
Wildtomaten nein buschig wachsen lassen

Untere Blätter und Spitze

Entferne zusätzlich die unteren Blätter bis etwa 30 cm über dem Boden. Sie bekommen wenig Licht und werden bei Regen mit Erde bespritzt. Ab Ende Juli oder Anfang August kappst du die Spitze des Haupttriebs über dem letzten Blütenstand. Neue Blüten hätten bis zum Herbst ohnehin keine Zeit mehr zu reifen, die Pflanze steckt ihre Kraft dann in die vorhandenen Früchte.

Häufige Fehler

  • Zu spät ausgegeizt: Große Triebe hinterlassen große Wunden, die Pilze leichter befallen.
  • Bei Nässe gearbeitet: Feuchte Wunden heilen langsamer.
  • Blüten erwischt: Lieber einmal zu genau hinsehen.
  • Zu viele Blätter entfernt: Die Pflanze braucht ihre Blätter für das Wachstum und die Früchte.

Blätter und Triebe der Tomate enthalten Tomatin und gehören nicht ins Essen. Wasch dir nach dem Ausgeizen die Hände, der Saft färbt grün. Unter einem Dach wie dem Ohuhu Anlehn-Tomatenhaus* kommst du zum Ausgeizen bequem an alle Pflanzen. Wie du Tomaten richtig setzt, steht im Ratgeber Tomaten pflanzen, wie du sie versorgst, im Ratgeber Tomaten düngen und welche Häuser es gibt, im Vergleich der Tomatenhäuser.

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Häufige Fragen

Muss ich alle Tomaten ausgeizen?

Nein. Stabtomaten wie Fleisch- und Salattomaten zieht man an einem oder zwei Trieben und geizt sie aus. Buschtomaten, Balkontomaten und Wildtomaten wachsen buschig und werden nicht oder kaum ausgegeizt. Kirschtomaten kannst du an zwei bis drei Trieben ziehen.

Kann ich Geiztriebe einpflanzen?

Ja. Ein kräftiger Geiztrieb von 10 bis 15 cm bildet im Wasserglas oder in feuchter Erde nach etwa ein bis zwei Wochen Wurzeln. Im Frühsommer gesetzt, trägt er noch im selben Jahr, allerdings später als die Mutterpflanze.

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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.