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Pikieren: wann und wie du Sämlinge vereinzelst

Pikieren Schritt für Schritt: der richtige Zeitpunkt nach den Keimblättern, Erde und Töpfe, welche Gemüse du pikierst und was danach kommt.

Hände setzen Tomatensämlinge in kleine Töpfe mit Erde
Foto: AndreasGoellner / Pixabay

Aktualisiert am 1. November 2026 · von Adlan Khatsuev

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Pikieren heißt, dicht gesäte Sämlinge einzeln in eigene Töpfe zu setzen. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn nach den beiden Keimblättern das erste echte Laubblatt erscheint. Du hebst den Sämling mit einem Pikierstab heraus, kürzt zu lange Wurzeln etwas und setzt ihn in einen Topf mit lockerer Anzuchterde, Tomaten dabei etwas tiefer als vorher.

Warum pikieren?

In der Aussaatschale stehen die Sämlinge eng. Sie konkurrieren um Licht, Wasser und Platz und werden lang und dünn. Einzeln im Topf bekommt jede Pflanze genug Raum. Das kurze Stören der Wurzeln regt sie außerdem an, sich zu verzweigen. So entstehen kräftige Jungpflanzen, die nach dem Auspflanzen schneller anwachsen.

Was du brauchst

Material Wofür
Pikierstab oder Bleistift Sämling heraushebeln, Pflanzloch stechen
Töpfe mit 8 bis 10 cm oder Multitopfplatte eigener Platz für jede Pflanze
Anzucht- oder Kräutererde locker, wenig gedüngt
Sprühflasche sanft angießen
heller Platz Fensterbank oder Pflanzenlampe

Wo die Fensterbank im Februar und März zu dunkel ist, hilft eine Pflanzenlampe. Schon eine einfache Lampe für die E27-Fassung wie die SANSI LED-Pflanzenlampe 24 W* verhindert, dass die Jungpflanzen vergeilen. Mehr Modelle findest du im Vergleich der Pflanzenlampen.

Schritt für Schritt

  1. Gießen: Gieß die Aussaatschale eine Stunde vorher, dann lösen sich die Wurzeln leichter.
  2. Töpfe füllen: Füll die Töpfe locker mit Erde und stich ein Pflanzloch.
  3. Heraushebeln: Lockere den Sämling mit dem Pikierstab von unten und fass ihn an einem Keimblatt, nie am Stängel.
  4. Wurzeln kürzen: Lange Wurzeln kürzt du mit den Fingernägeln um ein Drittel.
  5. Einsetzen: Setz den Sämling ins Loch, Tomaten bis knapp unter die Keimblätter.
  6. Andrücken und angießen: Drück die Erde leicht an und gieß vorsichtig mit der Sprühflasche.

Nach dem Pikieren

Stell die Töpfe einige Tage etwas schattiger, bis die Pflanzen wieder aufrecht stehen. Danach brauchen sie viel Licht und etwas weniger Wärme als bei der Keimung, etwa 16 bis 18 °C. Dann wachsen sie gedrungen. Gieß, wenn die Oberfläche trocken ist, und lass kein Wasser im Untersetzer stehen. Bevor die Pflanzen ins Beet kommen, gewöhnst du sie eine Woche lang an draußen. Wie das geht, erklärt das Glossar unter Abhärten.

Welche Gemüse du pikierst

  • Pikieren: Tomaten, Paprika, Chili, Auberginen, Kohl, Salat, Sellerie, Lauch.
  • Einzeln säen: Gurken, Zucchini, Kürbis, Melonen, ihre Wurzeln vertragen das Umsetzen schlecht.
  • Direkt ins Beet: Möhren, Radieschen, Bohnen, Erbsen, Spinat.

Für die Aussaat selbst eignet sich ein Zimmergewächshaus mit hoher Haube wie das Romberg Zimmergewächshaus XXL*. Paprika und Chili keimen auf einer Heizmatte deutlich schneller. Alle Modelle stehen im Vergleich der Zimmergewächshäuser. Wann du welches Gemüse säst, zeigt der Aussaatkalender, wie es mit den Tomaten weitergeht, steht im Ratgeber Tomaten pflanzen.

Passende Kaufberatung

Häufige Fragen

Muss ich jede Pflanze pikieren?

Nein. Pikieren lohnt sich bei Gemüse, das du dicht in Schalen säst, etwa Tomaten, Paprika, Kohl und Salat. Gurken, Zucchini und Kürbis säst du gleich einzeln in Töpfe. Möhren, Radieschen und Bohnen säst du direkt ins Beet.

Was mache ich, wenn die Sämlinge lang und dünn sind?

Das nennt man Vergeilen, die Pflanzen bekommen zu wenig Licht bei zu viel Wärme. Stell sie heller und kühler. Tomaten kannst du beim Pikieren tiefer setzen, sie bilden am Stängel neue Wurzeln.

Welche Erde nehme ich zum Pikieren?

Zum Pikieren nimmst du Anzucht- oder Kräutererde, die etwas mehr Nährstoffe enthält als reine Aussaaterde. Normale Blumenerde ist für die zarten Wurzeln oft zu grob und zu stark gedüngt.

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Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Verantwortlich: Adlan Khatsuev.